Hauptseminar: 41642 Sentiment Analysis - Details

Hauptseminar: 41642 Sentiment Analysis - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Hauptseminar: 41642 Sentiment Analysis
Untertitel Übung/Seminar zu Emotionen in Sprache, und wie diese bestimmt werden können.
Veranstaltungsnummer 41642
Semester SoSe 26
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 0
Heimat-Einrichtung Lehrstuhl für Computational Humanities
Veranstaltungstyp Hauptseminar in der Kategorie Lehre (mit Prüfung)
Nächster Termin Donnerstag, 16.04.2026 14:00 - 16:00 Uhr, Ort: (HK 16) SR 005
Art/Form oder WÜF
Leistungsnachweis
Der Kurs kann als Hauptseminar oder Wissenschaftliche Übung belegt werden. ECTS werden entsprechend vergeben, und die Prüfungsleistung anzupassen.
Literatur
Zur Einführung:
Kapitel 1 (Gefühl ist alles ...?) aus:
Schwarz-Friesel, M. (2013). Sprache und Emotion. utb GmbH.
(Online Text erhältlich via UB Passau).
ECTS-Punkte
10/5

Räume und Zeiten

(HK 16) SR 005
Donnerstag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (12x)

Studienbereiche

Die Angaben zu den Anrechenbarkeiten an der FIM sind ohne Gewähr. Bitte beachten Sie die verbindliche Liste der Anrechenbarkeiten .

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Ob in Romanen, Reden oder Social Media: Texte sind nie neutral – sie transportieren Emotionen, Bewertungen und Meinungen. In dieser Übung tauchen wir tief in die Welt der Sentiment Analysis ein – einem zentralen Verfahren der computergestützten Textanalyse, das in der Literaturwissenschaft ebenso Anwendung findet wie in Medienanalyse, politischer Kommunikation oder Psychologie. Sentiment Analysis verbindet Sprachgefühl mit Statistik, ästhetische Wahrnehmung mit Algorithmen, Theorie mit Praxis.

Wir lesen zentrale Texte zu den unterschiedlichen Verfahren – von einfachen Lexika bis zu neuronalen Netzwerken – und setzen diese im Anschluss praktisch um. Dabei fragen wir nicht nur: Welche Stimmung herrscht im Text?, sondern auch:

Wer fühlt was – und gegenüber wem oder was?
Wie verändert sich Emotion im Verlauf einer Erzählung?
Wie bewerten Maschinen ironische oder poetische Sprache?
Was sagen unsere Methoden über unsere Vorstellung von Emotion überhaupt aus?

Neben den Grundlagen beschäftigen wir uns auch mit erweiterten Ansätzen wie:
Emotionsmodellen (Ekman, Plutchik, VAD)
Appraisal-Theorien und der Rolle von Perspektive (Autor – Leser – Text)
Emotion Arcs und dramaturgischen Kurven
Aspekt- und Zielgerichtete Sentimentanalyse
sowie den Grenzen automatisierter Verfahren.

Am Ende des Kurses steht ein eigenes Projekt, das Sie über das Semester entwickeln und am Ende in einem wissenschaftlichen Poster präsentieren und in einer Hausarbeit dokumentieren.

Programmierkenntnisse sind hilfreich, aber keine Voraussetzung – wer Lust auf Sprache, Analyse und digitale Methoden hat, ist hier genau richtig. Wir arbeiten mit verschiedenen Tools (Orange Data Mining, Jupyter Notebooks), bieten Übungen auf unterschiedlichen Niveaus an und begleiten individuell durch das Projekt.

Der Kurs kann für 10 ECTS als Hauptseminar (WÜF) oder als Übung (WÜ) für 5 ECTS besucht werden. Der Arbeitsaufwand (Länge der Hausarbeit u.a.) wird entsprechend angepasst. Bitte beachten Sie ihre Modulzusammensetzung, ob Sie dieses (oder letztes) Semester einen anderen Kurs dazu belegen müssen.