Pro- und Hauptseminar: 44820 Jenseits des Kanons – Künstlerische Positionen aus der Türkei, dem Iran, Pakistan und der Levante (20./21. Jh.) - Details

Pro- und Hauptseminar: 44820 Jenseits des Kanons – Künstlerische Positionen aus der Türkei, dem Iran, Pakistan und der Levante (20./21. Jh.) - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Pro- und Hauptseminar: 44820 Jenseits des Kanons – Künstlerische Positionen aus der Türkei, dem Iran, Pakistan und der Levante (20./21. Jh.)
Untertitel Lehrende: Frau Dr. Buket Altinoba
Veranstaltungsnummer 44820
Semester SoSe 26
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 20
maximale Teilnehmendenanzahl 20
Wartelisteneinträge 4
Heimat-Einrichtung Lehrstuhl für Kunstgeschichte und Bildwissenschaften
beteiligte Einrichtungen Graduiertenzentrum
Veranstaltungstyp Pro- und Hauptseminar in der Kategorie Lehre (mit Prüfung)
Vorbesprechung Freitag, 24.04.2026 12:00 - 14:00 Uhr
Nächster Termin Freitag, 24.04.2026 12:00 - 14:00 Uhr, Ort: (ZOOMlink: https://lmu-munich.zoom-x.de/j/68402765636?pwd=BSVKVHwU4vBnvlrhpSKw9li6Tz6I9r.1)
Art/Form
Voraussetzungen
Grundkurs
SWS
2
Literatur
Literatur (Auswahl):

Ahmed, Sara: Queer Phenomenology: Orientations, Objects, Others. Durham: Duke University Press 2006.
Bhabha, Homi K.: The Location of Culture. London/New York: Routledge 1994.
Gruber, Christiane / Haugbolle, Sune (Hrsg.): Visual Culture in the Modern Middle East: Rhetoric of the Image. Bloomington: Indiana University Press 2013.
Kandiyoti, Deniz (Hrsg.): Gendering the Middle East: Emerging Perspectives. London: I.B. Tauris 1996.
Lloyd, Fran (Hrsg.): Contemporary Arab Women's Art: Dialogues of the Present. London: WOMAD Communications 1999.
Mignolo, Walter D. / Vázquez, Rolando: „Decolonial AestheSis: Colonial Wounds/Decolonial Healings“. In: Social Text Online, 2013.
Mohanty, Chandra Talpade: „Under Western Eyes: Feminist Scholarship and Colonial Discourses“. In: Boundary 2, Vol. 12/13, 1984, S. 333–358.
Nochlin, Linda: „Why Have There Been No Great Women Artists?“ (1971). In: Dies.: Women, Art, and Power and Other Essays. New York: Harper & Row 1988.
Said, Edward W.: Orientalism. New York: Pantheon Books 1978.
Spivak, Gayatri Chakravorty: „Can the Subaltern Speak?“. In: Nelson, C./Grossberg, L. (Hrsg.): Marxism and the Interpretation of Culture. Chicago: University of Illinois Press 1988, S. 271–313.
ECTS-Punkte
5/10

Räume und Zeiten

(ZOOMlink: https://lmu-munich.zoom-x.de/j/68402765636?pwd=BSVKVHwU4vBnvlrhpSKw9li6Tz6I9r.1)
Freitag, 24.04.2026 12:00 - 14:00
(NK) VR 401
Donnerstag, 30.04.2026 12:00 - 18:00
(NK) SR 412a
Freitag, 15.05.2026 12:00 - 18:00
(NK) SR 412b
Freitag, 22.05.2026 12:00 - 18:00
Freitag, 03.07.2026 11:00 - 16:00

Modulzuordnungen

Kommentar/Beschreibung

Anfang der 1970er Jahre stellte Linda Nochlin die provokante Frage: „Why Have There Been No Great Women Artists?“. Während diese Frage eine kritische Revision des westlichen Kanons einleitete, bleibt die Kunstgeschichte gegenüber künstlerischen Leistungen aus der Türkei, dem Iran, Pakistan und der Levante oft blind oder reduziert sie auf ethnografische Kategorien. Besonders im Bereich der dreidimensionalen und medienübergreifenden Kunst ist die Sichtbarkeit weiblicher und queerer Positionen aus diesen Regionen eine dringliche Aufgabe der modernen Kunstwissenschaft.
Dieses Seminar widmet sich der Erforschung von Künstler:innen des 20. und 21. Jahrhunderts, die sich jenseits eurozentrischer Narrative bewegen. Wir untersuchen, wie wegweisende Figuren – von der Moderne bis zur Gegenwart – Themen wie Migration, kulturelle Hybridität, technologische Souveränität und politische Repression in ihre Werke einschreiben.

Im Zentrum stehen u. a. Positionen wie:
• Füsun Onur (Türkei): Wegbereiterin der installativen Skulptur.
• Mona Hatoum (Libanon/UK): Zur Ästhetik von Vertreibung und Instabilität.
• Shirin Neshat (Iran/USA): Körperpolitik und Geschlechterrollen im medialen Diskurs.
• Morehshin Allahyari (Iran/USA): Digitaler Kolonialismus und „Speculative Materialism“.
• Huma Bhabha (Pakistan/USA) & Sobia Ahmad (Pakistan): Materialität und diasporische Identität.
• Kader Attia (Algerien/Frankreich): Das Konzept der „Reparatur“ (Repair) als postkoloniale Praxis.

Die doppelte Marginalisierung als Akteur:innen aus nicht-westlichen Kulturräumen sowie als Personen außerhalb heteronormativer Machtstrukturen erfordert eine methodische Neuausrichtung. Wir wenden postkoloniale Theorien (z. B. von Chandra Talpade Mohanty, Gayatri Chakravorty Spivak, Edward Said und Homi K. Bhabha) sowie Decolonial Aesthetics (z. B. von Walter Mignolo und Rolando Vázquez) und Queer Theory (z. B. von Sara Ahmed und Jasbir Puar) an. Unser Ziel ist es, die Kategorien „Skulptur” und „Objekt” durch medienspezifische Begriffe zu erweitern, die den Realitäten dieser Regionen gerecht werden.

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: Jenseits des Kanons – Künstlerische Positionen aus der Türkei, dem Iran, Pakistan und der Levante (20./21. Jh.)".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Die Anmeldung ist möglich von 02.03.2026, 12:10 bis 09.04.2026, 20:00.
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.