Vorlesung: 45660 Medienkulturgeschichte - Details

Vorlesung: 45660 Medienkulturgeschichte - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname Vorlesung: 45660 Medienkulturgeschichte
Untertitel
Veranstaltungsnummer 45660
Semester WiSe 25/26
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 181
maximale Teilnehmendenanzahl 200
Heimat-Einrichtung Professur für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Mediensemiotik
Veranstaltungstyp Vorlesung in der Kategorie Lehre (mit Prüfung)
Erster Termin Montag, 13.10.2025 14:00 - 16:00 Uhr, Ort: (AM) HS 9
Art/Form
Teilnehmende
siehe Modulzuordnungen.
Um an der Klausur teilnehmen zu können, müssen Sie auch hier in Stud.IP angemeldet sein!
Voraussetzungen
Gemäß Bestimmungen der Modulkataloge
Leistungsnachweis
Klausur
SWS
2
Hinweise zur Anrechenbarkeit
Korrekte Prüfungsanmeldung ist Pflicht. Studierende, die sich nicht im Prüfungsportal anmelden können (z.B. Studiengangswechsler, ggf. Erasmus-Studierende), melden sich bis spätestens 15.12.2025 im Sekretariat (S. Kofler) per Mail an!
ECTS-Punkte
5

Räume und Zeiten

(AM) HS 9
Montag: 14:00 - 16:00, wöchentlich (15x)

Modulzuordnungen

  • Universität Passau
    • Bachelor Medien und Kommunikation (Version WiSe 2017) (Hauptfach)
      • Abschluss BA MUK > Gesamtkonto BA MUK > Modulbereich B: Schwerpunktmodulgruppen > Schwerpunktmodulgruppe Kulturwissenschaftliche Medialitätsforschung II: Medienkompetenz
    • Bachelor Medien und Kommunikation (Version WiSe 2023) (Hauptfach)
    • Bachelor Sprach- und Textwissenschaften (Version WiSe 2018) (Hauptfach)
      • Abschluss BA SUT 2018 > Gesamtkonto BA SUT 2018 > Modulbereich A: Pflichtbereich > Text- und Kultursemiotik: Grundlagen und Methoden
    • Bachelor Sprach- und Textwissenschaften (Version WiSe 2024) (Hauptfach)
      • Abschluss BA SUT 2024 > Gesamtkonto BA SUT 2024 > Modulbereich A: Pflichtbereich > Text- und Kultursemiotik: Grundlagen und Methoden

Kommentar/Beschreibung

Die Geschichte der Medien geht nicht in der Geschichte der Technologien zur Speicherung und Übermittlung von Informationen auf, wie sie auch nicht allein durch die sozialgeschichtlichen Dimensionen ihrer Produktion und Verbreitung bestimmt wird. Beide Dimensionen, Technik- und Sozialgeschichte, interagieren vielmehr in der ästhetisch-textuellen, der semiotischen Dimension von Medien: Medien dienen vor allem dazu, mittels medial konstruierter Zeichen auf bestimmten audiovisuellen, sprachlichen und graphischen Informationskanälen bestimmte mediale Formate zu etablieren, die ihrerseits vor allem kulturelle und mentalitätsgeschichtliche Funktionen übernehmen. Aus kultur- und mentalitätsgeschichtlicher Perspektive ist die zentrale Aufgabe von Medien die Funktion der kulturellen Selbstreproduktion. Indem Medien sekundär, auf ganz eigene semiotische Art und Weise, vorgängige primäre kulturelle Realitäten verarbeiten und damit Komplexität reduzieren, ermöglichen sie einer Kultur mit sich selbst in einen Dialog über relevante Probleme und Vorstellungen einer Kultur zu treten, Lösungsvorschläge für diese Probleme zu etablieren und Welten des Wünschenswerten zu verhandeln. Medien ermöglichen einer Kultur virtuelle Probehandlungen, um Meinungen, Haltungen und Normensysteme im kulturellen Wissen auszutarieren und kulturelle Diskurse und Diskursgemeinschaften zu formieren.
Auf diesem mentalitätsgeschichtlichen Verständnis von Medien will die Vorlesung aufbauen und zunächst Definitionen und Funktionsweisen von Medien theoretisch-methodisch klären, um daran anschließend in enger Verzahnung, Technik-, Sozial- und Kulturgeschichte an historischen Medien und medialen Formaten wechselseitig aufeinander zu beziehen. Ziel dieses Vorgehens soll sein, aus der Perspektive einer kulturwissenschaftlichen Medialitätsforschung am konkreten historischen Fallbeispiel zu erläutern, welche kulturellen Funktionen und Bedürfnisse welche Medien in welcher Epoche in der abendländischen Kultur von den Anfängen bis heute genommen haben. Chronologisch wird sich die Vorlesung dabei von den ur- und frühgeschichtlichen Anfängen, über den Innovationsschub des frühneuzeitlichen Buchdrucks und die Leserevolutionen der Aufklärung und der Goethezeit, der Entstehung der publizistischen Massenmedien, Rundfunk, Kino und Fernsehen und Telekommunikation und schließlich den neuen Medien Internet und Computerspiel widmen.
Die Vorlesung baut dabei einerseits aufeinander auf, in dem zentrale Leitlinien der historischen Entwicklung von Medien von Vorlesungsstunde zu Vorlesungsstunde aufgebaut werden. Andererseits schreitet die Vorlesung von Sitzung zu Sitzung in den historischen Beispielen voran, um ein möglichst umfassendes und detailliertes Bild der Mediengeschichte zu vermitteln. Deshalb ist es unerlässlich, dass eine regelmäßige Teilnahme an der Vorlesung den diskursiven Vollzug der Argumentation einübt und selbständig die einzelnen Beispiele nachbereitet werden.
Leistungsanforderung:
Der erfolgreiche Besuch der Vorlesung wird abschließend durch eine Klausur überprüft, in der – ohne Hilfsmittel – zum einen verschiedene Fragen zu in der Vorlesung behandelten Themen und Aspekten beantwortet werden sollen; zum anderen sollen selbständig auf dem Fundament des in der Vorlesung eigenständig erworbenen Wissens eigene Argumentationen an Beispielen entwickelt werden.
Empfohlene Literatur (Zur Einführung und zum Überblick):
• Böhn, Andreas/Seidler, Andreas: Mediengeschichte. Eine Einführung. Tübingen: Narr 2008.
• Eisenkolb, Yvonne: Medien. Eine Einführung. Köln: DuMont 2007.
• Fang, Irving E.: A history of mass communication. Six information revolutions. Boston: Focal Press 1997.
• Faulstich, Werner Mediengeschichte von 1700 bis ins 3. Jahrtausend. Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 2006 (2 Bd.e).

Anmelderegeln

Diese Veranstaltung gehört zum Anmeldeset "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: Medienkulturgeschichte".
Folgende Regeln gelten für die Anmeldung:
  • Es wird eine festgelegte Anzahl von Plätzen in den Veranstaltungen verteilt.
    Die Plätze werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben.
  • Die Anmeldung ist möglich von 01.10.2025, 12:00 bis 15.10.2025, 23:59.