Universität Passau
40021 Tutorial: Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie - Details
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General information

Subtitle
Course number 40021
Semester WiSe 18/19
Current number of participants 126
maximum number of participants 83
Entries on waiting list 1
Home institute Lehrstuhl für Philosophie
Courses type Tutorial in category Teaching
First date Mon., 15.10.2018 12:00 - 14:00 Uhr, Room: (HK 14b) SR 017 (Online-Verfügungsraum WiSe 21/22)
Type/Form
Performance record
  • für B.A. Governance and Public Policy (5 ECTS): Klausur, 90 Minuten
  • für LA GS/MS (EWS-Modul "Ethik I", 5 ECTS): Klausur, 90 Minuten

  • für LA GS/MS (EWS-Modul "Ethik II", 3 ECTS): Klausur, 60 Minuten
  • für M.Ed. Master of Education (Modul "Forschungsmethoden II", 3 ECTS): Klausur, 60 Minuten

  • für B.A./M.A. Historische Wissenschaften (5 ECTS): Mündliche Prüfung, 25 Minuten
  • für LA RS/GYM: als Bestandteil einer 30-minütigen, mündlichen Modulprüfung kombiniert mit einem Proseminar (10 ECTS)
  • für das Zertifikat Philosophie: als Bestandteil einer 30-minütigen, mündlichen Modulprüfung kombiniert mit einem Proseminar (10 ECTS)
  • für B.A. European Studies/ European Studies Major: als Bestandteil einer 30-minütigen, mündlichen Modulprüfung kombiniert mit einem Proseminar (10 ECTS); kombiniert mit einem Hauptseminar als Hintergrundwissen für die Hauptseminararbeit (15 ECTS).
ECTS points
5

Fields of study

Comment/Description

Auch wenn wir im Alltag selbstverständlich davon ausgehen, daß Erkenntnis und Wissen möglich sind, sehen wir uns in der philosophischen Erkenntnistheorie mit zahlreichen Rätseln konfrontiert. Was unterscheidet überhaupt das Wissen von einem bloßen Meinen? Offenbar die begründete Gewißheit, daß die jeweilige Aussage wahr ist. Setzt damit das Wissen nicht bereits ein Wissen voraus (nämlich das der Begründung), so daß es zu einem nie endenden Regreß kommt? Und was ist eigentlich Wahrheit? Können wir sie als Übereinstimmung unseres Erkennens mit der zu erkennenden Sache definieren? Ist uns diese Sache selbst (die bewußtseinsvorgängige Wirklichkeit) überhaupt faßbar? Gewiß, unser Erkennen intendiert, sich nicht bloß auf sich selbst und seine eigenen Produkte zu beziehen, sondern auf etwas von ihm Unabhängiges. Gelingt ihm das aber? Ist nicht alles, was immer wir denken, eo ipso in unserem Bewußtsein gesetzt? Sind die Merkmale, die die Verläßlichkeit einer Annahme ausmachen, objektiv von einem Außenstandpunkt festzustellen oder kommt es eher darauf an, daß das erkennende Subjekt aus seiner Innenperspektive überzeugt ist? Können wir überhaupt eine Übereinstimmung unseres Erkennens mit der zu erkennenden Wirklichkeit feststellen, da uns diese doch immer nur insoweit gegeben ist, als wir sie erkennen? Deshalb suchen die epistemischen Wahrheitstheorien nach einem erkenntnisimmanenten Wahrheitskriterium wie der Kohärenz.
So hat auch die Wissenschaftstheorie den Anspruch aufgegeben, wir könnten in der Wissenschaft Gesetze definitiv in ihrer Wahrheit beweisen. Vielmehr müssen wir uns mit Hypothesen begnügen, die sich bewährt haben und (bislang) nicht falsifiziert werden konnten (Popper). Ferner: Kann die Wahrheit einer Aussage überhaupt für sich oder nur im umfassenden Kontext einer Theorie überprüft werden (Quine)? Oder noch grundlegender: Vermag die Wissenschaft ihren Anspruch auf Rationalität überhaupt einzulösen? Erschüttert wurde diese Annahme durch Thomas S. Kuhns These, zuweilen gehe man zu einer neuen wissenschaftlichen Theorie, einem neuen Paradigma über, ohne daß die bisherige Theorie als falsch widerlegt sei. Liegt darin nicht die Rationalitätslücke?
Literaturhinweise:
Gerhard Ernst, Einführung in die Erkenntnistheorie, Darmstadt (WBG) 2011, 3. Auflage
Gerhard Schurz, Einführung in die Wissenschaftstheorie, Darmstadt (WBG) 2011, 3. Auflage

Zur Vorlesung werden im WS 2018/19 zwei Tutorien von Herrn Philip Dietrich B.A. angeboten

Admission settings

The course is part of admission "Beschränkte Teilnehmendenanzahl: Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie".
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