sonstige: 42320 Buchvorstellung: Intersektionalität neu verhandelt - Details

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Allgemeine Informationen

Veranstaltungsname sonstige: 42320 Buchvorstellung: Intersektionalität neu verhandelt
Untertitel
Veranstaltungsnummer 42320
Semester SoSe 26
Aktuelle Anzahl der Teilnehmenden 0
Heimat-Einrichtung Lehrstuhl für Soziologie
Veranstaltungstyp sonstige in der Kategorie Organisation
Nächster Termin Mittwoch, 29.04.2026 19:00 - 22:00 Uhr, Ort: (HK 12) SR 001
Art/Form

Kommentar/Beschreibung

Konfliktlinien in der Gegenwart verstehen – mit intersektionaler Gesellschaftsanalyse
Wie verflechten sich Rassismus, Sexismus, Antisemitismus und andere Ungleichheitsideologien in modernen Gesellschaften? Das Buch „Intersektionalität neu verhandelt“ liefert fundierte Antworten auf diese Frage – theoretisch tiefgründig und politisch hochaktuell. Herausgegeben von der Soziologin Karin Stögner und der Politikwissenschaftlerin Elke Rajal, versammelt der Band Beiträge aus Sozialwissenschaft, kritischer Theorie, Geschlechterforschung und politischen Bewegungen.
Im Zentrum steht eine intersektionale Ideologiekritik, die verdeutlich, dass Macht- und Herrschaftsverhältnisse sich wechselseitig durchdringen. Die Beiträge hinterfragen gängige Identitätskategorien und eröffnen neue Perspektiven auf das Zusammenspiel struktureller Ungleichheiten. Ob im Kontext von Migration, Feminismus oder Antisemitismus – die Autor:innen analysieren, wie Ideologien und gesellschaftliche Ausschlüsse ineinandergreifen und sich in aktuellen Diskursen und politischen Konflikten manifestieren.
Gleichzeitig reflektiert der Band kritisch über die Grenzen und Gefahren identitätspolitischer Praxen und plädiert dafür, Intersektionalität als kritische Gesellschaftsanalyse weiterzudenken – jenseits vereinfachender Kategorisierungen und essentialistischer Identitätszuschreibungen. Intersektionalität wird dabei nicht nur als analytisches Instrument verstanden, sondern als transformative Praxis, die ideologische Verflechtungen sichtbar macht und politische Handlungsräume eröffnet.
Der Band gliedert sich in drei Abschnitte – Theorie, Perspektiven und Kritik – und richtet sich an Leser:innen aus Wissenschaft, Bildung, politischer Praxis und Aktivismus. Mit Beiträgen u. a. von Ilse Lenz, Ulrike Marz, Gilda Sahebi, Ismail Küpeli und Koschka Linkerhand bietet das Buch eine aktuelle, interdisziplinäre Bestandsaufnahme und Erweiterung zur Debatte um Intersektionalität im 21. Jahrhundert.
Ein Muss für alle, die sich für feministische Theorie, kritische Gesellschaftsanalyse und politische Handlungsfähigkeit in pluralen Demokratien interessieren.